KÜRBISSUPPE UND WÜRGEHALSBAND
- info5714539
- 21. Okt.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Nov.

Ein einfacher Plan – oder doch nicht ?
Nehmen wir an, es haben sich Gäste angekündigt und jemand möchte den Besuch mti seinen Kochkünsten überraschen. Eine Kürbissuppe zu kochen ist ein Kinderspiel, macht doch jeder, kann wohl jeder.
Kürbis, Wasser, Brühe, ein paar Gewürze- fertig. Ganz ohne Rezept wird los gekocht, das kann manchmal gelingen oder leider auch nicht. Ist die Suppe zu dünn, git es einen Trick: ein Bindemittel verändert die Konsistenz. Stärke ist die schnelle Lösung. Vermutlch loben die Gäste die Suppe: Sieht gut aus, riecht prima, schmeckt! Doch kurze Zeit später kommt der Hunger zurück- denn der Nährwert war ungeahnt gering.
Wenn Training wie Suppe ist
So ähnlich ist es manchmal auch im Hundetraining. Ein Würgehalsband als Stärkemehl der Trainingssuppe. Es reduziert kurzfristig ungewünschtes Verhalten, die Leine hängt locker. Doch wie die dünne Suppe nährt auch dieses Trainingswerkzeug nicht – es fehlt an Substanz, an echter Lernerfahrung, an emotionaler Sättigung.
Ein Training, das auf Schmerzen basiert, führt meist zu ausgedünnter Verhaltensstabilität. Vielleicht kurzfristig erfolgreich – was fehlt, ist die aktive Mitarbeit über Kommunikation, Vertrauen und vor allem die nachhaltige Veränderung.
So wie die Suppe ohne Nährstoffe nicht satt macht, bringt ein Training ohne proaktive Lernbeteidigung des Hundes kaum Entwicklung. Der Hund zeigt eine Fassade – er lernt jemand zu sein, der er nicht ist.
Echte Verbindung statt schnelle Lösungen
Eine gute Suppe braucht Zeit, Geduld und Wärme – und vor allem die Dosierung der richtigen Zutaten. Ein gutes Hundetraining auch.
Wenn wir uns darauf einlassen, die Beziehung zu unseren Hunden zu "würzen" anstatt anzudicken, entsteht echte Verbindung die im übertragenden Sinne satt und zufrieden ist.


